Mainzer Management Nachwuchs versteht jetzt China

Nachdem die erste Hälfte des zweijährigen nebenberuflichen EMBA Programmes der Johannes Gutenberg Universität Mainz mit viel Motivation und Durchhaltevermögen absolviert wurde, traten die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg zum ersten Auslandsaufenthalt an die Tongji University in Shanghai an. Das Studium wendet sich an Führungskräfte und Führungsnachwuchs und findet in der Freizeit an 30 jeweils 21stündigen Wochenendkursen statt. Die Teilnehmer, die aus den verschiedensten Branchen (vom Biologen bis zur Juristin) kommen, erhalten dabei eine breitbandige Management Ausbildung. Neben China stehen noch zwei weitere Studienaufhalte in den USA und Australien auf dem Programm.

Die einwöchige Reise war durch ein straffes Programm gefüllt. Nachdem die Teilnehmer einen fast elfstündigen Flug hinter sich gebracht hatten, wurden sie mit einem gemeinsamen Abendessen im 37. Stockwerkers des Sheraton Hotel Hongkou belohnt. Der erste Tag an der Tongji University begann mit einem Rundgang über den Campus. Prof. Dr. Han Zheng machte dann den Anfang mit seiner Vorlesung "Entrepreneurship und Marketing in China". Prof. Dr. Grosse-Ruyken versorgte dann in weiteren Einheiten die Gäste des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) mit Informationen zur Geschichte und Kultur sowie aktuellen Trends und Entwicklungen in der Wirtschaft Chinas. Als weitere Dozentin gab Dr. Katharina Rehfeld einen Einblick zu "Human Resource Management in China" sowie gestaltete eine Vorlesung "Leadership in Asia". Neben der Theorie - in der durch die Teilnehmer viele praxisbezogene Fragen gestellt wurden - kam auch die "Praxis" nicht zu kurz. Die Studierenden hatten die Chance bei der Besichtigung einer Schneiderei sowie einem Werk von KSPG einen Einblick in chinesische Unternehmen zu bekommen. In der Dependance der Unternehmensberatung PWC wurden dann in einem Workshop Möglichkeiten zur Unternehmensgründung besprochen. Der gebürtige Pfälzer, Silvano Dressino, General Manager des Renaissance Hotel Pudong lud dann die Gruppe zu einem abendlichen Kamingespräch ein. Auch Kultur stand auf dem Plan. So gab es eine Führung durch die geschichtsträchtige "French Concession" und einen Besuch bei der Stadtplanung in Peking. Natürlich gab es genügend Berührung mit der chinesischen Küche oder auch einen abendlichen Cocktail in einer Stadt, die nicht stillzustehen scheint. „Diese schnelle, laute und für uns Europäer so andere Kultur aus der Brille eines MBA Studenten war eine besondere Bereicherung für mich. Die Gruppe ist in diesen Tagen stark zusammen gewachsen und hat definitiv ihren Horizont erweitert", so der Kurssprecher des 13. Jahrgangs, Thomas Grazioli. Der Leiter des Programms, Prof. Dr. Franz Rothlauf, bemerkte, dass für die Entwicklung der Teilnehmer gerade auch die Auslandserfahrungen wichtige Impulse geben.

Die Hälfte des Kurses verlängerte dann noch ihren Aufenthalt in Peking und komplettierte damit ihren Eindruck um eine weitere Facette dieses vielseitigen Landes.

Der nächste Studiengang des Programms startet im September. Noch sind Bewerbungen möglich.