27.01.2015: 3. Gutenberg-Symposium – Wissenschaft trifft Wirtschaft zum Thema „Innovation made in Rheinland-Pfalz“

EMBA Mainz freut sich über volle Reihen beim 3. Gutenberg-Symposium in der Staatskanzlei

Beim 3. Gutenberg-Symposium zu dem Thema „Innovation made in Rheinland-Pfalz” betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die führende Position von Rheinland-Pfalz in Innovation. Diese hat das Statistische Landesamt Baden-Württemberg dem Bundesland zum Jahresende 2014 bescheinigt: Unter den 80 bewerteten europäischen Regionen liegt Rheinland-Pfalz auf Platz 15. „Innovationen hervorzubringen und sie zu nutzen - das ist die Basis von Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand. Darin sind wir gut in Rheinland-Pfalz. Und es ist sicher unser gemeinsames Ziel, dass es so bleibt”, so die Ministerpräsidentin vor rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Besondere Bedeutung komme dabei dem Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu, einem „magischen Dreieck, um Innovationen voranzubringen”.
Die gemeinsam von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. und dem Executive MBA-Programm der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) organisierte Veranstaltung brachte unter dem Motto „Wissenschaft trifft Wirtschaft” eben dieses „magische Dreieck” zusammen. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer diskutierten der Präsident der Universität Mainz, Professor Dr. Georg Krausch, und der Vorsitzende der Geschäftsführung von Boehringer Ingelheim Deutschland, Stefan Rinn, wie Rheinland-Pfalz auch künftig in der Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein innovativer Standort bleiben kann.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer führt die gute Position von Rheinland-Pfalz als Innovationsstandort auf mehrere Faktoren zurück, darunter der hohe Beitrag, den die überwiegend industriellen Hochtechnologiebranchen wie Pharmazie, Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau zur Bruttowertschöpfung leisten. „Diese Branchen wiederum haben einen hohen Investitionsanteil in Forschung und Entwicklung.” Stefan Rinn, Landesleiter Deutschland und Vorsitzender der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH, gab zu bedenken, dass die Rahmenbedingungen für innovative Pharma-Unternehmen weltweit und insbesondere in Deutschland erheblich schwieriger geworden seien. „Das beeinflusst nicht nur unsere Erlöse und damit die Möglichkeit, weitere hohe Investitionen in den Standort zu tätigen, sondern letztendlich auch die Qualität der Patientenversorgung.” Auf Deutschland entfallen aktuell rund 70 Prozent der Forschungsausgaben, die Boehringer Ingelheim tätigt.
Stefan Rinn wies in seinem Impulsvortrag zudem auf die starke Wechselwirkung zwischen dem Unternehmen und dem Standort hin: „Der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz hat große Bedeutung für uns und umgekehrt hat Boehringer Ingelheim eine große wirtschaftliche Bedeutung für Rheinland-Pfalz.” In Deutschland erwirtschaftet Boehringer Ingelheim sieben Prozent des weltweiten Umsatzes, etwa 1.000 Millionen Euro, und beschäftigt rund 30 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Universität Mainz ist ein „Innovationsmotor”, so Präsident Krausch, der mit forschungsorientierter Lehre und vielfältigen Forschungsaktivitäten die Grundlagen für die Innovationen von morgen schaffe.
Ein Beispiel aus dem Potenzialbereich Lebenswissenschaften und Gesundheitswirtschaft, an dem sowohl die JGU wie auch Boehringer Ingelheim beteiligt sind, verdeutlicht dies: Am Zentrum für Thrombose und Hämostase an der Universitätsmedizin Mainz wird Spitzenforschung durchgeführt, um vor allem Patienten mit arteriellen und venösen Thrombosen neue Behandlungsoptionen zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen wie Boehringer Ingelheim oder Novartis fördert dabei den Technologietransfer zwischen Forschung und Anwendung.