22. Januar 2016: Intendant des Mainzer Staatstheaters lädt EMBA Mainz zum Kamingespräch ein

Ein Kamingespräch der besonderen Art erwartet die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 14. und 15. Studienjahrgangs des Executive MBA-Programms der Universität Mainz. Am Freitag, den 22. Januar 2016 öffnet das Mainzer Staatstheater seine Pforten für die Studierenden. Gastgeber des Kamingesprächs ist der Intendant und Geschäftsführer des Staatstheaters, Markus Müller. Er steht den Studierenden nicht nur im Rahmen des eigentlichen Kamingespräches Rede und Antwort zu den vielfältigen, auch wirtschaftlichen Anforderungen vor denen Theaterarbeit heute steht. Müller lässt es sich nicht nehmen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen einer Führung hinter die Kulissen des Theaters zu führen. Abgerundet wird das Kamingespräch durch den gemeinsamen Besuch des Shakespeare Schauspiels „Antonius und Cleopatra”.

Die im Rahmen des Executive MBA-Studiengangs stattfindenden „Kamingespräche” sind eine von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders geschätzte Eigenheit des Programms. Hierbei erhalten die Studierenden regelmäßig die Gelegenheit zum Austausch mit führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und öffentlichen Einrichtungen. Der Kamingast ist dazu eingeladen, über ein Thema zu sprechen, das ihn grundsätzlich und/oder im beruflichen Alltag besonders bewegt und die Studierenden haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Kamingast zu diskutieren.

Zu den bisherigen Kamingästen zählen u.a. rheinland-pfälzische Landesminister, wie z. B. die Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Eveline Lemke, der Oberbürgermeister von Mainz, Michael Ebling, das Direktoriumsmitglied der EZB, Sabine Lautenschläger und verschiedene Vorstände renommierter Unternehmen und Banken wie Boehringer Ingelheim, Lufthansa, PricewaterhouseCoopers, Goldman Sachs etc.

Markus Müller studierte Betriebswirtschaftslehre, Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie in Bamberg, Erlangen und Mannheim. Während seines Studiums arbeitete er am Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Theater als Regieassistent, Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit und ab 1995 als Schauspieler und Regisseur.

Von 1997 bis 2001 war Müller persönlicher Referent des Generalintendanten Ulrich Schwab am Nationaltheater Mannheim und von 2001 bis 2005 stellvertretender Generalintendant. Darüber hinaus arbeitete Markus Müller als künstlerischer Leiter von diversen Festivals und Theaterprojekten.

Von August 2006 bis Juli 2014 war er Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters.. Unter Markus Müller etablierte sich die neue Sparte "Niederdeutsches Schauspiel" mit dem Ensemble der August-Hinrichs-Bühne.

In der Spielzeit 2010/11 wurde unter Müllers Leitung das Große Haus in Oldenburg saniert und restauriert sowie das Probenzentrum grundständig umgebaut und erweitert.
Seit der Spielzeit 2014/15 ist er Intendant und Geschäftsführer des Staatstheater Mainz. Am 21. November 2015 sangen 120 Mitarbeiter des Hauses Ode an die Freude, während die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland, vor dem Staatstheater auf dem Gutenbergplatz, eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen das Asylchaos” abhielt. Müller hatte alle Mitarbeiter des Hauses dazu eingeladen. Die Polizei Mainz stellte daraufhin Strafanzeige gegen das Staatstheater Mainz in Persona Markus Müller wegen „grober Störung einer genehmigten Versammlung”. „Wenn man dafür eine Anzeige bekommt, dann ist das eben so,” sagte er anschließend.